Gute Qualität für Kleidung ist nicht bezahlbar? Der Preis scheint zunächst entscheidend für die Langlebigkeit von Kleidung zu sein. Aber es gibt im hochpreisigen Segment auch minderwertige Qualität. Warum ich mittlerweile meine Kleidung zu 90% selber nähe, dabei so oft es geht auf Naturfasern zurück greife und dazu noch regional kaufe? Das berichte ich euch in diesem Blogbeitrag.
Wenn ich ein Kleidungsstück im Laden sehe, prüfe und probiere fällt mir meist eine minderwertige Qualität, schwierige Schnitt- und Stoffkombinationen, schlechte Passformen, Nähte und Verarbeitung auf. Die Kleidung oder Stoffe kommt aus fernen Ländern. Menschenwürdige Arbeitsbedingungen sucht man meist lange.
Die Ursache ist die Fast Fashion-Industrie in unserer Gesellschaft. Neue Kollektionen werden nahezu wöchentlich herausbracht. Die Konsumenten werden mit niedrigen Preisen gelockt. Das geht nicht mit hochwertigen Stoffen, die in Deutschland hergestellt werden. Genauso wie die wenigsten Kleidung hier genäht und hergestellt wird. Die Kleidung ist nicht mehr darauf ausgelegt, viele Jahre zu halten. Das ist auch nicht das Ziel der Modeindustrie. Leider handelt es
Immer öfter um „Wegwerfkleidung”. Trotz dieses Wissens geben die Menschen weiterhin viel Geld für teure aber meist auch schlecht sitzende Markenkleidung aus. Weil der Name zählt? Weil man nur dann etwas wert ist? Die Frage kann sich nur jeder selbst beantworten.
Schlecht verarbeitete Kleidung verliert bereits nach wenigen Waschgängen ihre Form und Farbe und wird schneller entsorgt als gedacht. Daher ist die Freude an billiger Kleidung oft nur von kurzer Dauer. Ich setze mich nun schon seit 2017 mit der Qualität von Kleidung auseinander. Ich investiere mittlerweile viel lieber Geld in einen qualitativ hochwertigen Stoff. Warum die teurer sind? Sie werden weitestgehend in Deutschland hergestellt oder sind zu 100% Naturfasern, pflanzlichen (Leinen, Hanf usw.) oder tierischen (Merinowolle, Seide usw.) Ursprungs. Dieses selbst genähten Kleidungsstück kann ich damit viel länger tragen, als gekaufte Kleidung von der Stange. Die Passform ist perfekt auf mich abgestimmt. Farbe, Muster und Schnitt passen zu mir. Die Qualität ist überragend. Es beutelt nichts aus und springt in die Ursprungsort zurück. Keine verrutschten Nähte nach der Wäsche – kennst du sicher auch, oder? 😉 Blöd oder? Ich fühle mich in selbstgenähter Kleidung pudelwohl und alle Kleidungsstücke in meinem Kleiderschrank lassen sich prima kombinieren. Es gibt keine “Schrankhüter” mehr. Kennst du sicher auch? Naturfasern zum Beispiel mögen auf den ersten Blick teurer sein. Aber sie bringen von Natur aus schon tolle Eigenschaften mit, die uns im Alltag gute Dienste erweisen. Man braucht sie teilweise gar nicht waschen (Wolle). Weiterhin kühlen oder wärmen sie je nach Umgebungstemperatur (z.B. Leinen, Seide). Wie wundervoll, oder? Lasst uns wieder zurück zum Ursprung kommen, die Natur uns unterstützen lassen und dabei schonen. Und nein, ich rede nicht von altbackener Wollkleidung. Modische Farben und Schnitte sind möglich.

Trägst du nicht auch viel lieber ein schickes und hochwertiges Kleidungsstück, das gut sitzt, sich angenehm anfühlt und dir im Alltag ein wirklich gutes Gefühl vermittelt? Wie siehst du das? Schreibe mir gerne deine Meinung dazu.

Der grüne Blazer schaut auf dem ersten Blick nach einem normalen Jacquard aus. Ist er aber nicht. Er ist ein Feinripp Jacquard gestrickt aus 53% Polyamid und 47% Schurwolle. Ja, du liest richtig mit Schurwolle.
Lass dich doch mal auf etwas Neues ein. Zurück zur Natur und einfach mal wieder einfach. Nicht andauernd neu sondern Kleidungsstücke besser kombinierbar anfertigen lassen. Mit einer besseren Qualität für eine lange Freundschaft 🙂
Wenn du dich angesprochen fühlst schreibe mir eine e-Mail an bine(at)binepur.de
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