„Wer bin ich und was möchte oder brauche ich?“ No.4

In meinem Blogbeitrag No.2 habe ich dir zum Schluss eine kleine Aufgabe gestellt. „Wie stellst du dir ganz konkret dein persönliches Lieblingskleidungsstück vor?“

Jetzt gibt es genau zwei Möglichkeiten: 1. Du hast eine konkrete Vorstellung, die sofort da ist, wenn du bei dieser Aufgabe in dich hineinspürst.

Und 2. Es gibt einige, oder einige viele Fragezeichen bei dir. Das beginnt schon damit, dass du nicht genau weißt, wie man in sich hineinspürt. Was ist bitte mein Bauchgefühl? Woher soll ich denn wissen, was mir gut tut und was ich möchte?

Aber woher kommt diese Unwissenheit? Da habe ich ein paar Fragen für dich:

  • Sagt dir Selbstführsorge etwas?: Kümmerst du dich um dich persönlich oder bist du eigentlich immer öfter mehr für andere da?
  • Übernimmst du für dich, deine Gefühle und dein Leben Verantwortung? Gibst du die Verantwortung für deine Gefühle lieber an andere ab?
  • Hast du schon mal etwas von Selbstliebe gehört? Oder ist das irgendein „spiritueller unbekannter Begriff“ für dich?
  • Wie oft lobst du dich selbst bewusst oder aus vollem Herzen? Findest du es peinlich, das zu tun, weil Selbstlob bekanntlich stinkt? Selbstlob ist ein Ausdruck von Selbstliebe. Wie stehst du für dich dazu?
  • Welche innere Beziehung hast du zu deinem Körper? Wie behandelst du ihn? Dient er dir und wertschätzt du ihn oder ist er nur Mittel zum Zeck? Verurteilst du dich oder akzeptierst du dich so wie du bist?
  • Wie viel Aufmerksamkeit, Liebe und Zeit am Tag, in der Woche oder im Monat schenkst du nur dir – deinem Körper, Geist und Seele? Machst du das überhaupt?
  • Was findest du an dir liebenswert? Was an dir liebst du? Du bist unendlich liebenswert – Punkt. Falls es dir noch keiner gesagt hat 😉
  • Bist du bereit für Veränderung oder steht dir die Angst aktuell noch im Weg?
  • Was wünscht du dir für dich ganz tief in dir drin? Die Antwort ist bereits da und in dir drin. Sprich sie laut aus, schreib es auf. Du fühlst sie noch nicht? Du weißt gerade noch immer nicht was ich meine? Das ist nicht schlimm.

Gib dir persönlich im 1. Schritt Antworten auf diese Fragen, denn das ist ungemein wichtig für dich. Sei du es dir wert, für dich und für niemand anderen.

2. Behandele dich ab heute wie du deine(n) beste(n) Freund(in) behandelst.

3. Akzeptiere deine Fehler und Macken.

4. Lass Perfektionismus mal sein und

5. Bei all den neuen Vorgehensweisen spüre immer wieder, wie es dir mit dem neuen Umgang mit dir geht.

6. Sorge mit Kleinigkeiten besser für dich. Beispielhaft könnte das sein:

  • Lege einen Zettel: Ich liebe mich. unter dein Wasserglas, aus dem du täglich dein Wasser trinkst.
  • Trink einfach mal wieder mehr Wasser statt Softgetränke und Säfte. Lass den Alkohol mal ein paar Tage weg. Schaffst du es mehr Gemüse und Obst in deinen Alltag zu integrieren? Trink statt Kaffee Tee. Oder, oder, oder. Denke dir selbst etwas aus.

Verändere dich für dich und spüre immer wieder, was es mit dir macht? Wie es dir damit geht? Gut? Super, dann mach das weiter. Nicht gut, oder komisch? Dann ist das genauso ok. Finde deine eigene Weg, wenn du jetzt schon Mal weißt was du nicht magst, war es zumindest eine Erfahrung. Und das Beste: Die Antwort, was dir gut tut, liegt tatsächlich bereits in dir drin. Klar ist es einfacher zu sagen, was einem nicht gut tut, was man nicht möchte. Und aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, zu fühlen was dir gut tut, kann schwer sein, weh tun. Die permanenten Ablenkungen in unserer heutigen Gesellschaft werden immer größer und lauter. Wozu führen sie? Zu dem Zustand in dem du dich eventuell gerade befindest. In deinem Kopf kreisen sich die Gedanken und Stille war schon lange nicht mehr zu Besuch. Andauernd will jemand etwas von dir oder alle ziehen an dir und damit täglich deine wertvolle Energie. Du fragst dich zwischendurch, wo du da jetzt bleiben sollst? Als allererstes atmest du jetzt drei Mal ganz tief in den Bauch ein und ganz langsam wieder aus. Es gibt Wege und Möglichkeiten, wie man das Karussell wieder stoppt und zu sich findet.

Wie ist es möglich ist die Fragen von oben zu beantworten, Stück für Stück, in kleinen Schritten und nicht alles auf einmal, dass man gleich wieder überfordert wäre.

Und wenn du dazu jetzt im Internet oder in Büchern nach Wegen für dich suchst, findest du ganz viele Methoden und Wege. Ich sage dir aus eigener Erfahrung: Es gibt nicht den einen Weg, der richtig ist. Es gibt nur deinen Weg. Den den du gehst und Erfahrungen sammelst. In dem du Neues oder Altes ausprobierst und immer wieder fühlst und spürst, was macht es mit dir.

Warum spreche ich aus eigener Erfahrung? Als ich damals auf der Autobahn einen Autounfall hatte und mich „wie es sich gehört“ am nächsten Tag gleich wieder hinter das Steuer gesetzt habe, hätte ich nie geglaubt, dass ich mich 6 Tage später mit einer Panikattacke in einer Baustelle (einspurig) auf der Autobahn wieder finde. Ich wusste nicht, was auf einmal mit mir lost ist. Ich stand wo ich stand, bekam keine Luft, dachte „Oh weh, was denken jetzt die anderen von mir? Ich halte den ganzen Verkehr auf“.  Irgendwie habe ich es auf den nächsten Parkplatz geschafft und wieder einige Tage später befand ich mich bei einem Verhaltenspsychologen in Behandlung. Mein Körper machte einfach nicht mehr mit. Je mehr ich in das Hamsterrad zurück wollte, desto schlimmer wurde es. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich wollte wieder funktionieren, wollte auf Arbeit fahren können. In der Zeit habe ich meinen Job verloren, weil ich ohne Auto nicht hinkommen konnte. Ich fand dann einen neuen Job, den ich fußläufig erreichen konnte. Und dadurch hatte ich auf einmal mehr Zeit für mich. Denn der lange zeitfressende Arbeitsweg war auf einmal weg. Ich habe „meine Lösung“ nach acht Jahren gefunden. Erst als ich konsequent auf mein Herz gehört habe, die anderen liebgemeinten Hilfsangebote von Anderen ignorieren konnte. Es funktionierte erst wenn ich Methoden probiert habe und gleichzeitig reingefühlt habe, ob es mir gut tut oder nicht. Ich habe mich bis zu diesem Zeitpunkt nicht um mich gekümmert, ich habe nur funktioniert. War zu erst für die Probleme anderer da. Erst als ich damit begonnen haben mich um mich zu kümmern und mich in den Fokus gesetzt habe kam ich weiter.

Wenn du dich also selber suchst – Hör auf dein Herz. Mach das was sich für dich gut anfühlt, mach auch mal nichts, wenn es das ist, was dir in diesem Moment gerade gut tut. Jeder meint es gut mit dir, ja. Aber was willst du? Was tut dir gut? Das ist nicht immer das Selbe, was dem anderen geholfen hat. Wichtig ist, fang an, tu etwas, tu endlich mal nichts und spüre dabei immer wieder in dich hinein.  Sag anderen Nein, kümmere dich um dich und fang an zu erst dir mit kleinen Dingen/Pausen etwas Gutes zu tun. Mache es mal wie Kinder, sie tragen ihr Herz noch auf der Zunge und sind noch nicht so stark gesellschaftlich geprägt, dass sie genau wissen, was sie gerade möchten und das auch unmissverständlich klarstellen.  Wenn du das alleine nicht schaffst such dir Hilfe und Unterstützung, aber auch da gilt, hör auf dein Herz. Fühlt es sich für dich stimmig an?

Was ich dir hier aus vollem Herzen von meiner Seite mitgeben möchte ist, dass es so eine große Fülle an Wegen und Möglichkeiten gibt:

  • Meditationen
  • Yoga, Pilates, Qigong
  • progressive Muskelentspannung, Autogenes Training
  • Räuchern
  • Krafttiere
  • Musik, Frequenzen
  • Waldbaden
  • Karten legen
  • usw. die Liste hat kein Ende

Kein Punkt der Liste ist die Beste oder einzige Variante. Aber alle die, die mir geholfen haben, haben eine Gemeinsamkeit. Sie kommen aus dem alten Wissen, alten Bräuchen und sind ganz einfach, ohne viel Schnickschnack anzuwenden. Ohne immer den neuesten Trend folgen zu müssen. In den Zeiten von „klicke und kauf hier, um dich besser zu fühlen“ oder „kaufe hier, damit der Gegenstand XY dir helfen kann“ klingt das doch schöner um wahr zu sein 😉

Gemeinsam mit meiner Freundin Kristin habe ich mich dieses Jahr dazu entscheiden euch anhand einer einfachen Möglichkeit, nämlich dem keltisch germanischen Jahreskreis, einige der Wege vorzustellen. Ihr erhaltet damit einen kleinen Einblick was es (unter anderem) alles gibt, um es sich gut gehen zu lassen. Wieder zu lernen in sich zu spüren, dein Bauchgefühl zurück zu finden und auf dieses zu hören. Ist das ein Weg für mich und möchte ich mich hinterher tiefgründig damit beschäftigen? Ohne gleich ein teures Seminar, Kurs oder Behandlung zu buchen.

Selbstliebe zu leben und damit nicht mehr abhängig von anderen zu sein ist das größte Geschenk, dass du dir selber geben kannst. Denn andere machen dich nicht glücklich. Nur du allein bist für dein Glück und deine Zufriedenheit verantwortlich. Kein Partner, Kind oder Tier kann dich glücklich machen. Das kannst nur du und die anderen sind dann ein zusätzliches Geschenk für deine Zeit hier auf der Erde.

 

Bist du es dir anschließend wert dein Inneres auch im Äußeren im schönsten Sinne zu zeigen? Deinen Weg mit kraft- und energiegebender Kleidung zu unterstützen? Oder beispielhaft dein Krafttier immer in einem Kleidungsstück dabei zu haben?

Wenn du dich angesprochen fühlst, dann schreibe mir doch eine e-Mail an bine(at)binepur.de 

 

 

 

 

 

 

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